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![]() Livigno UmgebungDer künstlich angelegte See, der seit dreißig Jahren den Nordteil des Spöltals einnimmt, ist mit Sicherheit das Element, welches das Territorium und damit das Gesicht des Tals am meisten verändert hat. Die Verhandlungen, die letztlich zum Bau des Damms im Ortsteil Ponte del Gallo geführt haben, waren sehr langwierig, was seinen Grund im internationalen Charakter der Wasser der Spöl hat. Sie fließt erst ca. 23 km durch das gleichnamige Tal und zieht sich dann auf Schweizer Territorium durch den Schweizer Nationalpark bis hin nach Zernez, wo sie im Hochengadin mit dem Inn zusammenfließt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts war die Schweiz an der Nutzung des Inn interessiert. Um dies zu ermöglichen, war das Anlegen eines künstlichen Sees notwendig, der den unregelmäßigen Fluss des Inn ausgleichen sollte. Das Gebiet für den Bau des saisonalen Speicherbeckens wurde im Hochtal der Spöl gefunden. Die städtische Elektrizitätsgesellschaft von Mailand begann sich nun ihrerseits für die Ausnutzung dieses Wassers zu interessieren und realisierte 1942 ein Projekt zur Ableitung der Wasser des Hochbeckens der Spöl mittels Kanälen hin zum Becken der Adda. Das Problem interessierte somit nun beide Länder, und deshalb gelangte man nach zehnjährigen Verhandlungen zu einem Abkommen zwischen Italien und der Schweiz (27.05.1957), das die Projekte der Mailänder Elektrizitätswerke mit denen der Engadiner Kraftwerke AG koordinierte. Die Arbeiten zum Bau des Damms begannen 1964 und wurden 1968 beendet. Die offizielle Einweihung fand am 27.08.1971 statt.
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